Presseberichte

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Wir bedanken uns bei der Celleschen Zeitung (CZ), der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (HAZ) und bei CelleHeute für die Genehmigung, Artikel und Berichte aus ihren Medien auf unserer Homepage online stellen zu dürfen.


Quelle: Cellesche Zeitung, 18.07.2020
Quelle: Cellesche Zeitung, 18.07.2020




Quelle: Cellsche Zeitung, 03.07.2020
Quelle: Cellsche Zeitung, 03.07.2020

Quelle: Cellesche Zeitung, 26.06.2020
Quelle: Cellesche Zeitung, 26.06.2020

Quelle: Cellesche Zeitung, 19.06.2020
Quelle: Cellesche Zeitung, 19.06.2020


Quelle: Cellesche Zeitung, 05.05.2020
Quelle: Cellesche Zeitung, 05.05.2020






 

 

Mega-Lkw Lawine durch unsere Dörfer, Assewasser ins Bergwerk und strahlende Abfälle auf die Kalihalde?

 

Ein neues Jahr und (leider) keine guten Nachrichten für Wathlingen. Nach den Plänen von K+S könnte alles noch viel schlimmer kommen, als bisher schon bekannt. Trotz aller kreativer Verkehrslenkungsvorschläge von Kommunalpolitikern in der Vergangenheit soll der Lkw Transportverkehr zur geplanten Haldendeponie nach dem Willen der Firma K+S ausschließlich durch die Ortschaften laufen. Das muss spätestens seit dem Erörterungstermin Anfang 2019 jedem klar sein. K+S hält eine neue Straße ausdrücklich nicht für nötig und das Land nicht für finanzierbar. Für Nienhagen und Wathlingen bedeutet das im Normalfall 50 bis 200 Lkw Fahrten am Tag (Hin- und Rückfahrten insgesamt).

 

Die Firma K+S plant darüber hinaus, Salzabwässer aus der hessischen Kaliproduktion und Haldenwässer verschiedener Standorte in Wunstorf und/oder Wathlingen zu versenken. Die Wässer werden bereits heute per Bahn nach Sehnde gebracht. Das dortige Bergwerk ist allerdings fast voll. Zukünftig könnten die Salzwässer dann auf Lkw umgeladen und - zumindest auch - durch Nienhagen/Wathlingen transportiert werden. Sollten diese Pläne Realität werden, drohen noch hunderte Lkw Fahrten pro Tag zusätzlich

 

Übrigens kämen - sozusagen Huckepack - mit den genannten Salzwässern voraussichtlich auch strahlende Schlämme aus der Rauchgasreinigung und die Assewässer nach Wathlingen, für die das Land händeringend eine weitere Versenkmöglichkeit sucht.

Das ist leider noch nicht alles. Nachforschungen der BI haben jüngst ergeben, dass die Möglichkeit des Einbaus von niedrig strahlendem Bauschutt aus dem Abriss von stillgelegten Atomkraftwerken in die Haldenabdeckung keineswegs vom Tisch ist. Der darf nach dem fragwürdigen Prinzip der sogenannten „Freimessung" als Baustoff verwendet werden, ist aber nicht frei von Strahlung. Wir können uns nicht vorstellen, dass jemand solches Material beispielsweise unter seiner Garageneinfahrt haben möchte und tatsächlich haben weder K+S, noch das LBEG, im Erörterungstermin behauptet, solches Material könne niemals auf der Haldendeponie abgelagert werden. Nein, vom LBEG ist nur eine Nebenbestimmung in der möglichen Genehmigung angekündigt worden, die das auf dem Papier ausschließen soll. Von entsprechenden Kontrollen oder auch nur Kontrollmöglichkeiten hat das LBEG aber nicht gesprochen. Nebenbestimmungen kann man ohnehin ändern und K+S hat auch schon vorgesorgt. Die Firma hat sich in den Antragsunterlagen (Rahmenbetriebsplan, S. 89) für die Haldenabdeckung ausdrücklich vorbehalten, die nachträgliche Zulassung weiterer Abfälle zum Einbau im Rahmen eines Sonderbetriebsplanverfahrens (dann aller Voraussicht nach ohne jede Öffentlichkeitsbeteiligung) zu beantragen!

 

Das ist leider immer noch nicht alles. Die Firma K+S will auf der Haldendeponie belasteten „Boden" ablagern. Solcher Boden darf laut der einschlägigen Vorschrift (Technische Richtlinie Boden 2004 der Länderarbeitsgemeinschaft Abfall) bis zu 10 Volumenprozent Schlacken, u.a. aus der Kohleverbrennung, enthalten.

Laut Antragsunterlagen könnte die Firma K+S über einen Sonderbetriebsplan (da ist er wieder) aber auch Filterstäube aus der Kohlefeuerung und Braunkohlenasche auf der Halde ablagern. Laut BUND Nordrhein-Westfalen gelten Braun- und Steinkohlekraftwerke neben Atomkraftwerken als die größte Quelle radioaktiver Verschmutzung der Umwelt.

 

Bei der Verbrennung von Kohle soll der größte Teil der enthaltenen radioaktiven Stoffe in feste Rückstände, wie Aschen, Schlacken und Filterstäube übergehen. Aus Sicht des BUND müssen Filterstäube daher als (wörtlich) „hochgefährlicher Sondermüll" behandelt werden. Wir gehen davon aus, dass - so oder so - strahlende Abfälle ohne Wissen der Bevölkerung auf Lkw ohne Abdeckung durch die Dörfer, vorbei an Wohnhäusern, Schulen und Kindergärten transportiert, unter Staubentwicklung gebrochen und in die Deponie eingebaut würden.

 

Also: Wer strahlende Abfälle und den drohenden massiven Lkw-Verkehr verhindern will, der muss gegen die Deponie kämpfen und den Rückversatz der Halde in das Bergwerk fordern!

 

Wir haben aktuell schon Kosten für die Vorbereitung einer Klage durch unseren Rechtsanwalt. Wenn Sie uns unterstützen wollen, werden Sie Mitglied der BI oder helfen Sie uns bitte mit einer Einzelspende.

Die Betroffenen vor Ort müssen sich jetzt zusammen wehren!

10.01.2020, Holger Müller